Artikel: Die mächtigsten Sith-Lords und Jedi aller Zeiten – Wer war wirklich der Stärkste?

Die mächtigsten Sith-Lords und Jedi aller Zeiten – Wer war wirklich der Stärkste?
Macht ist nicht gleich Stärke – Warum diese Frage Star-Wars-Fans seit Jahrzehnten beschäftigt
Wer ist der mächtigste Machtnutzer in Star Wars? Darth Vader? Yoda? Luke Skywalker? Darth Sidious? Oder vielleicht Anakin Skywalker, dessen wahres Potenzial niemals vollständig ausgeschöpft wurde? Kaum eine Diskussion spaltet Star-Wars-Fans so zuverlässig wie die Frage nach dem stärksten Jedi und dem mächtigsten Sith aller Zeiten.
Das Problem beginnt bereits beim Wort „stark“. Ein hervorragender Lichtschwertkämpfer muss nicht automatisch außergewöhnlich mächtig in der Macht sein. Ein Meister der Macht kann wiederum in einem direkten Duell verwundbar sein. Manche Charaktere verfügen über enormes theoretisches Potenzial, erreichen aber niemals den Punkt, an dem sie dieses vollständig kontrollieren können. Andere gewinnen nicht durch rohe Kraft, sondern durch Erfahrung, Disziplin oder die Fähigkeit, ihren Gegner zu verstehen.
Deshalb lässt sich die Frage nicht mit einer einfachen Liste beantworten. Mace Windu konnte Darth Sidious im Lichtschwertkampf überwältigen. Yoda gehörte zu den mächtigsten und erfahrensten Jedi seiner Zeit. Luke Skywalker vollbrachte Jahrzehnte später eine außergewöhnliche Machtprojektion über eine gewaltige Entfernung. Darth Sidious wiederum erreichte etwas, woran Generationen von Sith gescheitert waren: Er zerstörte den Jedi-Orden und brachte nahezu die gesamte Galaxis unter seine Kontrolle.

Und über allem steht Anakin Skywalker. Schon als Kind wurde seine außergewöhnliche Verbindung zur Macht erkannt. Qui-Gon Jinn glaubte, in ihm den prophezeiten Auserwählten gefunden zu haben. Doch Anakin erreichte niemals die volle Größe, zu der er theoretisch fähig gewesen wäre.
Dieser Beitrag betrachtet deshalb nicht nur Duelle, sondern Machtpotenzial, Lichtschwertkunst, Erfahrung, Wissen, tatsächlich gezeigte Fähigkeiten und historischen Einfluss. Grundlage ist vor allem der aktuelle Star-Wars-Kanon. Berühmte Figuren aus dem früheren Expanded Universe werden gesondert als Legends eingeordnet.
Bei Jedi World findest du zahlreiche Sammlerstücke zu den mächtigsten Jedi und Sith der Galaxis. Doch heute geht es nicht darum, welche Figur im Regal am beeindruckendsten aussieht. Heute stellen wir die gefährlichere Frage: Wenn all diese Legenden auf dem Höhepunkt ihrer Kräfte aufeinandertreffen würden – wer stünde am Ende noch?
Wie misst man Macht? – Potenzial, Duellstärke, Erfahrung und Kontrolle
Um Jedi und Sith sinnvoll miteinander zu vergleichen, müssen mehrere Kategorien getrennt betrachtet werden. Die erste ist die unmittelbare Verbindung zur Macht. Manche Individuen besitzen offensichtlich ein außergewöhnliches natürliches Potenzial. Anakin Skywalker ist das prominenteste Beispiel. Schon Qui-Gon spürte, dass der Junge ungewöhnlich stark mit der Macht verbunden war, und hielt ihn für den Auserwählten der Prophezeiung.

Die zweite Kategorie ist die tatsächliche Beherrschung dieses Potenzials. Ein gewaltiges Talent bringt wenig, wenn Ausbildung, Erfahrung oder emotionale Kontrolle fehlen. Anakin war als Jedi bereits beeindruckend, fiel jedoch auf die dunkle Seite, bevor er seine Fähigkeiten vollständig entwickeln konnte. Nach Mustafar überlebte er nur durch seine Rüstung und wurde zu Darth Vader. Er blieb extrem gefährlich, doch der Mann im schwarzen Lebenserhaltungssystem war nicht einfach die vollendete Version des jungen Anakin.

Ein weiterer Faktor ist der Lichtschwertkampf. Count Dooku gehörte beispielsweise zu den elegantesten Duellanten seiner Generation. Obi-Wan Kenobi war weniger spektakulär, entwickelte aber eine defensive Kampftechnik, mit der er Gegner überdauerte, die auf dem Papier mächtiger wirkten. Mace Windu wiederum bewies seine außergewöhnliche Kampfstärke, als er Darth Sidious im Kanzlerbüro entwaffnete.

Dazu kommen Wissen und Erfahrung. Yoda lebte Jahrhunderte und bildete Generationen von Jedi aus. Sidious studierte die dunkle Seite, manipulierte politische Systeme und konnte gleichzeitig gefährliche Gegner wie Maul und Savage Opress persönlich bezwingen. Luke erreichte einen anderen Punkt: Seine größten Leistungen entstanden zunehmend nicht aus dem Wunsch, einen Gegner niederzuschlagen, sondern aus einem tieferen Verständnis der Macht.

Und schließlich zählt die Wirkung auf die Geschichte. Ein Sith kann im Duell verlieren und dennoch strategisch gewinnen. Genau das macht Darth Sidious so außergewöhnlich. Seine größte Waffe war nicht sein Lichtschwert, sondern die Fähigkeit, die Republik selbst in das Instrument zu verwandeln, das den Jedi-Orden vernichtete.

Es gibt also mindestens vier verschiedene Antworten auf die Frage nach dem Stärksten: Wer besaß das größte Potenzial? Wer war der gefährlichste Kämpfer? Wer beherrschte die Macht am vollständigsten? Und wer erreichte mit seinen Fähigkeiten tatsächlich am meisten?
Die mächtigsten Jedi – Von Yoda und Mace Windu bis Anakin und Luke Skywalker
Yoda – der vollständigste Jedi seiner Epoche: Mehr als acht Jahrhunderte lang bildete Yoda Jedi aus. Seine geringe Körpergröße täuschte über enorme Fähigkeiten hinweg. Er konnte Count Dookus Machtblitze abwehren und stellte sich Darth Sidious persönlich im Senat. Im direkten Kampf gelang es keinem der beiden, den anderen einfach zu dominieren. Yodas eigentliche Größe lag jedoch nicht allein im Duell. Gegen Ende seines Lebens verstand er Aspekte der Macht, die über körperliche Stärke hinausgingen, und lernte den Weg, nach dem Tod in der Macht fortzubestehen.

Wenn wir nach dem vollständigsten klassischen Jedi-Meister suchen, ist Yoda wahrscheinlich der überzeugendste Kandidat. Er vereinte Kampfstärke, Machtfähigkeiten, Wissen und eine Erfahrung, die kaum ein anderer Jedi erreichen konnte.
Mace Windu – vielleicht der gefährlichste Jedi im direkten Duell: Mace war einer der bedeutendsten Kämpfer des Jedi-Ordens. Sein entscheidender Beweis kam, als er gemeinsam mit drei anderen Jedi-Meistern Palpatine festnehmen wollte. Sidious tötete seine Begleiter innerhalb kürzester Zeit – Mace aber blieb stehen. Am Ende entwaffnete er den Sith-Lord und hatte ihn am Boden.

Über die letzten Sekunden dieser Konfrontation wird unter Fans bis heute diskutiert. Entscheidend ist: Der Kanon zeigt Mace in einer Position, in der Sidious ohne Anakins Eingreifen unmittelbar bedroht war. In einem reinen Lichtschwertvergleich gehört Windu damit zwingend zur absoluten Elite.
Anakin Skywalker – das größte Potenzial: Anakin ist der Sonderfall jeder Rangliste. Seine Verbindung zur Macht war außergewöhnlich, seine Reaktionen beinahe übernatürlich und seine Entwicklung während der Klonkriege enorm. In „Die Rache der Sith“ besiegt er Count Dooku, einen der besten Duellanten seiner Zeit.

Doch Anakin ist gleichzeitig das größte „Was wäre wenn?“ der Saga. Er erreichte niemals die Reife eines Yoda. Sein Fall erfolgte, bevor sich sein Potenzial vollständig entfalten konnte. Deshalb wäre es falsch zu sagen, der Jedi Anakin sei bereits stärker gewesen als jeder andere Jedi. Treffender ist: Er besaß möglicherweise das größte natürliche Potenzial, jemals einer der mächtigsten zu werden.
Luke Skywalker – Macht durch Verständnis: Lukes Ausbildung war im Vergleich zu den Jedi der Republik ungewöhnlich kurz. Trotzdem gelang ihm etwas, woran Obi-Wan und Yoda letztlich nicht glaubten: Er brachte Anakin Skywalker zurück. Luke besiegte Vader auf dem zweiten Todesstern, verweigerte aber den Schritt, seinen Vater aus Hass zu töten.

Jahrzehnte später demonstrierte Luke auf Ahch-To eine der außergewöhnlichsten Machtfähigkeiten der Filme. Er projizierte eine vollständig wahrnehmbare Erscheinung seiner selbst bis nach Crait und täuschte damit Kylo Ren und die Erste Ordnung. Die Leistung kostete ihn sein körperliches Leben, rettete aber den Widerstand.
Obi-Wan Kenobi – der Meister des Überlebens: Obi-Wan wird in Ranglisten häufig unterschätzt, weil seine Machtfähigkeiten weniger spektakulär wirken. Seine Bilanz ist jedoch bemerkenswert. Er besiegte Darth Maul als Padawan, General Grievous während der Klonkriege und Anakin Skywalker auf Mustafar. Jahre später konnte er auch Darth Vader erneut bezwingen. Obi-Wans größte Stärke bestand aus Disziplin, Geduld und der Fähigkeit, Fehler seiner Gegner auszunutzen.

Rey – gewaltige Macht, aber weniger Erfahrung: Rey entwickelte ihre Fähigkeiten in ungewöhnlich kurzer Zeit. Sie konnte Kylo Ren widerstehen, schwere Objekte bewegen, Leia als Lehrerin nutzen und Palpatine auf Exegol entgegentreten. Ihre Verbindung zu Ben Solo sowie die Unterstützung der vergangenen Jedi machten sie im Finale außergewöhnlich mächtig. Im Vergleich zu Yoda oder Luke fehlen ihr bislang jedoch Jahrzehnte an Erfahrung. Ihr endgültiges Potenzial ist daher noch schwer einzuordnen.

Die mächtigsten Sith – Sidious, Vader, Dooku, Maul und die alten Dunklen Lords
Darth Sidious – der erfolgreichste Sith aller Zeiten: Palpatine ist der deutlichste Kandidat für Platz eins unter den kanonischen Sith. Seine Stärke bestand aus einer beinahe einzigartigen Kombination aus Macht, Lichtschwertkunst, Wissen und Manipulation. Er besiegte mehrere Jedi-Meister in Sekunden, kämpfte gegen Yoda, dominierte Maul und Savage Opress und konnte gewaltige Machtblitze entfesseln.

Noch wichtiger ist jedoch, was er erreichte. Sidious führte einen jahrhundertelangen Sith-Plan zum Erfolg. Er kontrollierte gleichzeitig Republik und Separatisten, manipulierte Anakin Skywalker, löste die Klonkriege aus, vernichtete mit Order 66 nahezu den gesamten Jedi-Orden und erklärte sich zum Imperator. Was Generationen von Sith durch offene Kriege nicht geschafft hatten, erreichte Palpatine durch Geduld.
Darth Vader – der unaufhaltsame Vollstrecker: Vader verlor auf Mustafar einen Großteil seines Körpers, nicht aber seine Verbindung zur Macht. In den Jahren des Imperiums wurde er zu einem Albtraum für überlebende Jedi. Seine Kampfweise veränderte sich. Statt der akrobatischen Geschwindigkeit Anakins setzte Vader zunehmend auf Kraft, Kontrolle und unerbittlichen Druck.

Seine Leistungen gegen Jedi, Rebellen und Inquisitoren zeigen, dass er trotz seiner Verletzungen zu den gefährlichsten Machtnutzern der Galaxis gehörte. Dennoch blieb Darth Sidious sein Meister. Vader träumte davon, Palpatine zu stürzen, vollzog diesen Schritt aber erst auf dem zweiten Todesstern – nicht aus Sith-Ehrgeiz, sondern um Luke zu retten.
Count Dooku – der perfekte Duellant: Dooku war bereits als Jedi außergewöhnlich. Von Yoda ausgebildet, entwickelte er sich zu einem Meister des Lichtschwertkampfes. Als Darth Tyranus kombinierte er diese Erfahrung mit der dunklen Seite. Obi-Wan konnte er mehrfach überwältigen, und selbst Anakin brauchte Jahre, um ihn schließlich zu bezwingen.

Dookus Schwäche lag weniger in seiner Kampfkraft als in seiner Position. Er glaubte, ein zentraler Partner in Sidious' neuer Ordnung zu sein. Für Palpatine war er jedoch ersetzbar. Sobald Anakin stark genug war, wurde Dooku geopfert.
Darth Maul – Hass als Überlebenskraft: Maul war ein außergewöhnlicher Krieger. Noch als junger Sith tötete er Qui-Gon Jinn und kämpfte gleichzeitig gegen zwei Jedi. Sein Überleben nach Naboo wurde durch Hass und den Wunsch nach Rache ermöglicht. Später baute Maul ein kriminelles Imperium auf und eroberte Mandalore.

Trotzdem zeigt seine Begegnung mit Sidious die Hierarchie deutlich. Palpatine konnte Maul und Savage Opress gleichzeitig bekämpfen, Savage töten und Maul besiegen. Maul gehört damit zur Spitze der dunklen Kämpfer, aber nicht auf dieselbe Stufe wie sein ehemaliger Meister.
Darth Bane – der Architekt des späteren Sith-Sieges: Im Kanon wissen wir wesentlich weniger über Banes konkrete Kampffähigkeiten. Seine Bedeutung ist dennoch enorm. Er etablierte die Regel der Zwei und ermöglichte damit die Sith-Tradition, aus der schließlich Sidious hervorging. Sein Einfluss war größer als die Informationen, die der heutige Kanon über seine persönlichen Duelle liefert.

Darth Plagueis – mächtig, aber kanonisch noch geheimnisvoll: Plagueis war Sidious' Meister und beschäftigte sich intensiv mit den Geheimnissen von Leben und Tod. Palpatine ermordete ihn schließlich. Viele spektakuläre Details, die Fans mit Plagueis verbinden, stammen allerdings aus Legends. Im aktuellen Kanon wissen wir über seine tatsächlichen Fähigkeiten wesentlich weniger als über Vader oder Sidious.

Die entscheidenden Duelle – Was direkte Kämpfe über ihre Stärke verraten
Direkte Begegnungen sind besonders wertvoll, weil sie theoretische Diskussionen zumindest teilweise auf den Prüfstand stellen. Trotzdem dürfen einzelne Kämpfe nicht isoliert betrachtet werden. Umgebung, Emotionen und Motivation können den Ausgang beeinflussen.
Yoda gegen Sidious: Im Senat trafen zwei der mächtigsten Vertreter ihrer Orden aufeinander. Der Kampf zeigte eine relative Nähe ihrer Fähigkeiten. Yoda konnte Sidious' Machtattacken widerstehen und mit ihm im Lichtschwertkampf bestehen, erreichte aber keinen entscheidenden Sieg. Strategisch hatte Sidious bereits gewonnen: Die Republik war gefallen und der Jedi-Orden vernichtet.

Mace Windu gegen Sidious: Hier fällt das Ergebnis eindeutiger aus. Windu überlebte Sidious' ersten Angriff, kämpfte ihn zurück und entwaffnete ihn. Ohne Anakins Eingreifen hätte Palpatine zumindest eine äußerst gefährliche Situation bewältigen müssen. Das macht Mace zu einem der stärksten Kandidaten, wenn ausschließlich ein Duell bewertet wird.

Anakin gegen Obi-Wan: Anakin verfügte auf Mustafar wahrscheinlich über mehr rohe Macht. Trotzdem gewann Obi-Wan. Warum? Weil Erfahrung, emotionale Kontrolle und Kenntnis des Gegners genauso entscheidend waren. Anakin kämpfte voller Wut und Selbstüberschätzung. Obi-Wan wartete, verteidigte und nutzte schließlich den Fehler seines ehemaligen Schülers.

Luke gegen Vader: Auf dem zweiten Todesstern konnte Luke seinen Vater körperlich überwältigen, als Vader Leia bedrohte und Lukes Zorn explodierte. Doch der eigentliche Sieg kam erst danach. Luke deaktivierte sein Lichtschwert und verweigerte Palpatines Versuchung. In diesem Moment war seine moralische Stärke wichtiger als seine Fähigkeit, einen Gegner niederzuschlagen.

Sidious gegen Maul und Savage: Diese Konfrontation demonstriert vielleicht am deutlichsten, wie groß der Abstand zwischen einem mächtigen dunklen Kämpfer und Darth Sidious sein konnte. Palpatine trat gegen beide Brüder gleichzeitig an, tötete Savage und bezwang Maul.

Star Wars zeigt damit immer wieder dieselbe Wahrheit: Macht entscheidet einen Kampf nicht automatisch. Anakin konnte stärker sein und trotzdem gegen Obi-Wan verlieren. Mace konnte Sidious im Duell bezwingen und trotzdem sterben. Luke konnte Vader überwältigen und seinen größten Sieg gerade dadurch erringen, dass er nicht weiterkämpfte.
Kanon gegen Legends – Revan, Nihilus, Vitiate und die Grenzen jeder Rangliste
Bei einer Diskussion über die mächtigsten Jedi und Sith tauchen fast zwangsläufig Namen auf, die in den Filmen nie zu sehen waren: Darth Revan, Darth Nihilus, Darth Malak, Vitiate beziehungsweise Valkorion oder Jedi wie Meetra Surik. Diese Charaktere stammen vor allem aus dem früheren Expanded Universe, das seit 2014 als „Star Wars Legends“ geführt wird.

Gerade Legends erzählt Machtfähigkeiten häufig in wesentlich größeren Dimensionen. Darth Nihilus wird dort als Wesen dargestellt, dessen Hunger nach der Macht ganze Welten bedrohen kann. Vitiates Geschichte erstreckt sich über Jahrhunderte und umfasst extreme Formen dunkler Macht. Revan wiederum vereint in seiner Geschichte Erfahrungen mit heller und dunkler Seite und gehört zu den berühmtesten Figuren der Old-Republic-Ära.

Das macht einen direkten Vergleich mit Yoda, Vader oder Sidious schwierig. Legends und Kanon folgen teilweise unterschiedlichen erzählerischen Maßstäben. Eine Fähigkeit aus einem Rollenspiel, einem Roman oder einem Comic lässt sich nicht automatisch eins zu eins mit einer Filmszene vergleichen.
Hinzu kommt, dass ein Name im neuen Kanon nicht automatisch die gesamte alte Lebensgeschichte bestätigt. Darth Revan beispielsweise wurde inzwischen innerhalb kanonischer Begleitmaterialien namentlich aufgegriffen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche Ereignisse aus „Knights of the Old Republic“ dadurch automatisch wieder Kanon geworden sind.
Für einen fairen Vergleich sollte man deshalb zwei Ranglisten im Kopf behalten. Innerhalb von Legends können Revan, Nihilus und Vitiate in Diskussionen über extreme Machtleistungen problemlos weit oben auftauchen. Innerhalb des aktuellen Film- und Serienkanons besitzen wir dagegen wesentlich mehr belastbare Informationen zu Sidious, Vader, Yoda, Luke, Mace oder Anakin.
Genau deshalb werden die Legends-Charaktere hier nicht einfach über oder unter Palpatine einsortiert. Das wäre spektakulär, aber nicht wirklich sauber.
Fazit: Wer war nun wirklich der mächtigste Jedi und der stärkste Sith?
Nach allen Vergleichen gibt es nicht nur einen Sieger, sondern mehrere Antworten – abhängig davon, was wir unter Stärke verstehen.
Das größte Machtpotenzial besitzt Anakin Skywalker. Der Kanon beschreibt ihn ausdrücklich als jemanden, der das Potenzial hatte, einer der mächtigsten Jedi überhaupt zu werden. Seine Tragödie besteht darin, dass wir die vollständig entwickelte Version dieses Anakin niemals sehen.
Der vollständigste Jedi-Meister ist Yoda. Er verbindet außergewöhnliche Machtfähigkeiten, jahrhundertelange Erfahrung, enorme Lichtschwertkunst und ein tiefes Verständnis der Macht. Wenn ein einziger Jedi aus der Zeit des alten Ordens ausgewählt werden müsste, wäre Yoda der überzeugendste Gesamtkandidat.
Der gefährlichste Jedi in einem direkten Duell könnte Mace Windu sein. Sein Kampf gegen Sidious liefert dafür das stärkste Argument. Während andere große Jedi an Palpatine scheiterten, brachte Mace ihn zu Boden und entwaffnete ihn.
Luke Skywalker erreichte eine besondere Form von Größe. Seine Stärke lag am Ende weniger darin, Gegner zu dominieren, sondern die Macht auf eine Weise zu verstehen, die über den klassischen Krieger hinausging. Seine Projektion nach Crait gehört zu den außergewöhnlichsten Machtdemonstrationen der Filmsaga.
Der mächtigste vollständig gezeigte Sith ist Darth Sidious. Kein anderer kanonischer Sith kombiniert vergleichbare Machtfähigkeiten mit derart großem politischen und historischen Erfolg. Er besiegte mächtige Gegner, zerstörte den Jedi-Orden und erreichte die galaktische Herrschaft, die die Sith über Generationen vorbereitet hatten.
Darth Vader bleibt vielleicht die furchteinflößendste Gestalt unter ihnen. Doch Vader ist zugleich der Beweis dafür, dass rohe Macht niemals die ganze Geschichte erzählt. Der Mann, der zahllose Jedi jagte und vernichtete, wurde letztlich nicht durch einen stärkeren Krieger besiegt. Er wurde durch die Liebe seines Sohnes zurückgebracht.
Wenn wir also unbedingt einen Namen pro Seite nennen müssen, lautet das Ergebnis: Yoda als vollständigster Jedi seiner klassischen Epoche, Darth Sidious als mächtigster verwirklichter Sith – und Anakin Skywalker als das größte unvollendete Machtpotenzial von allen.
FAQ zu den mächtigsten Jedi und Sith
War Anakin Skywalker mächtiger als Yoda?
Anakin besaß außergewöhnliches Potenzial, hatte dieses während seiner Zeit als Jedi aber noch nicht vollständig entwickelt. Yoda verfügte über wesentlich mehr Erfahrung, Kontrolle und Wissen. Beim Potenzial liegt Anakin vorne, bei tatsächlich beherrschter Macht spricht vieles für Yoda.
War Darth Vader mächtiger als Darth Sidious?
Vader war extrem mächtig, erreichte aber nicht die umfassende Kontrolle und das Wissen seines Meisters. Sidious blieb während des Imperiums der dominierende Sith. Vader tötete ihn schließlich, um Luke zu retten, nicht indem er ihn in einem klassischen Sith-Duell übertraf.
Hat Mace Windu Darth Sidious wirklich besiegt?
Mace Windu konnte Sidious im Lichtschwertkampf entwaffnen und brachte ihn zu Boden. Anakin griff anschließend ein und verhinderte, dass Windu den Sith-Lord tötete. Damit zählt Maces Leistung zu den stärksten Argumenten für seine außergewöhnliche Duellstärke.
Wer war stärker: Yoda oder Darth Sidious?
Ihr Kampf zeigt keinen einfachen Klassenunterschied. Yoda konnte Sidious sowohl mit dem Lichtschwert als auch mit der Macht herausfordern. Sidious behielt jedoch strategisch die Oberhand, da das Imperium bereits gegründet und der Jedi-Orden nahezu vernichtet war.
Ist Luke Skywalker der stärkste Jedi aller Zeiten?
Eine offizielle eindeutige Rangliste gibt es nicht. Luke entwickelte außergewöhnliche Machtfähigkeiten und projizierte sich über eine enorme Entfernung nach Crait. Im Gegensatz zu Yoda fehlen jedoch direkte Vergleichskämpfe mit vielen Jedi der alten Ordnung. Er gehört eindeutig zur Spitzengruppe, lässt sich aber nicht objektiv auf Platz eins setzen.
Ist Darth Revan stärker als Darth Vader?
Ein sauberer Vergleich ist derzeit nicht möglich. Die berühmte Geschichte Revans stammt überwiegend aus Legends, während Darth Vaders heutige Geschichte umfangreich im Kanon erzählt wird. Einzelne kanonische Hinweise auf Revan machen nicht automatisch alle Legends-Leistungen des Charakters kanonisch.
Wer ist insgesamt der mächtigste Machtnutzer?
Eine verbindliche offizielle Antwort existiert nicht. Betrachtet man Potenzial, spricht sehr viel für Anakin Skywalker. Betrachtet man tatsächlich demonstrierte und beherrschte Macht, gehören Yoda, Luke und Darth Sidious zu den wichtigsten Kandidaten. Sidious ist zugleich der Sith, der seine Macht am erfolgreichsten in tatsächliche galaktische Herrschaft umsetzen konnte.
